Bedeutung und Chancen des DEAL-Wiley-Vertrags für die Open-Access-Transformation


Bedeutung und Chancen des DEAL-Wiley-Vertrags für die Open-Access-Transformation

Mit dem am 15. Januar 2019 unterzeichneten Wiley-Vertrag hat das Allianzprojekt DEAL wesentliche Projektziele erreicht:

  • die Verbesserung der Informationsversorgung für teilnehmende wissenschaftliche Einrichtungen durch Ausweitung des lesenden Zugriffs auf alle Zeitschriften des Verlags Wiley,
  • die Ausweitung der Open-Access-Publikationsmöglichkeiten in den Wiley-Hybrid- und Gold-Open-Access-Zeitschriften für die Autor_innen der teilnehmenden Einrichtungen.

Wir empfehlen allen teilnahmeberechtigten Einrichtungen (siehe „Welche Einrichtungen können teilnehmen?" in den DEAL-Wiley-FAQ) die Unterzeichnung des Sign-Up-Letters und der Teilnahmeerklärung bis zum 18.04.2019. Der DEAL-Wiley-Vertrag markiert nicht nur den Einstieg in die großflächige Open-Access-Transformation in Deutschland, er bietet vor allem den Wissenschaftler_innen von teilnehmenden Einrichtungen deutliche Vorteile:

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FID <intR>², Peter Lang und Knowledge Unlatched starten gemeinsames Open-Access-eBook-Modell: Open Access IT Law


Der Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung hat gemeinsam mit dem Verlag Peter Lang und Knowledge Unlatched ein Projekt initiiert (angelehnt an der OPEN Library Politikwissenschaft), um eine Open Library IT-Law aufzubauen - das Projekt Open Access IT Law.

Ziel dieses Projekts ist es zunächst, über drei Jahre hinweg jährlich 10 Frontlist-Titel des Peter Lang Verlages im IT-Recht Open Access zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der finanziellen Beteiligung des FID sind Teile der Gesamtkosten bereits gedeckt.

Als Vorgeschmack sind bereits fünf Titel aus der Back-Liste Open Access gestellt und u.a. über das OA-Repositorium des FID auf- und abrufbar (Open Access IT Law).

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite und im At-a-Glance-Dokument.

Wenn auch Sie sich an der Finanzierung von Open Access IT Law beteiligen möchten, wenden Sie sich bitte direkt an Catherine Anderson von Knowledge Unlatched.

APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells? Schlussfolgerungen.


Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Reihe, die die Studie „APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells?“ von OA2020-DE erläutert.

Im letzten Blogbeitrag untersuchten wir mit einer multivariaten Regressionsanalyse, ob und wie die Höhe der tatsächlich gezahlten APCs erklärt wird durch

  • den Impact der jeweiligen Zeitschrift (SNIP),
  • ob die Zeitschrift hybrid ist oder nicht,
  • zu welchem Verlag die Zeitschrift gehört,
  • in welchem Fachbereich die Zeitschrift herausgegeben wird, sowie
  • das Jahr der Zahlung.

Darüber hinaus prüften wir, ob der Einfluss des SNIP auf die Höhe der APCs für hybride Zeitschriften anders ist als für Open-Access-Zeitschriften. Welche Schlussfolgerungen wir aus den Regressionsergebnissen ziehen können und welche finanzielle Bedeutung sie für die Budgets der wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungsförderer haben, diskutieren wir in diesem vorerst letzten Blogbeitrag dieser Reihe.

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APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells? Die Regressionsanalyse.


Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Reihe, die die Studie „APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells?“ von OA2020-DE erläutert.

Im letzten Blogbeitrag untersuchten wir mit einfachen, statistischen Kennzahlen die Beziehung jeweils zweier Variablen untereinander. So zeigt sich auf den ersten Blick ein positiver Zusammenhang zwischen der APC-Höhe, dem Zitations-Impact (SNIP) und dem Publikationsmodus einer Zeitschrift (hybrid häufig teurer als Open Access und tendenziell mit höherem Impact). Ob hinter diesen Korrelationen auch kausale Zusammenhänge stehen, kann nur eine sorgfältig durchgeführte Regressionsanalyse zeigen.

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SUB Göttingen und Copernicus Publications starten zum 01.01.2019 ein Nationalkonsortium zur zentralen Zahlungsabwicklung von Article Processing Charges


Pressemitteilung

Göttingen. 14 wissenschaftliche Einrichtungen sind dem nationalen Opt-in-Konsortium für die zentrale Zahlungsabwicklung von APCs für Artikel aller Zeitschriften des Open-Access-Verlags Copernicus Publications beigetreten. Die ist ein wichtiges Signal für die Open-Access-Community und die Bibliotheken, denn es macht deutlich, dass die Open-Access-Transformation – in diesem Falle von Erwerbungsmitteln – auch die Open-Access-Verlage mit einschließt.

Basierend auf dem Konzept des Nationalen Open-Access-Kontaktpunkts OA2020-DE wurde das Konsortium gemeinsam durch die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und den Verlag Copernicus Publications verhandelt und organisiert. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre (2019-2020); teilnahmeberechtigt sind alle Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, die auch berechtigt für die Teilnahme an einer National- oder Allianzlizenz sind.

Das Konsortium ermöglicht den Corresponding authors, die mit den teilnehmenden Einrichtungen affiliiert sind, in den 43 Gold-Open-Access-Zeitschriften aus den Geo-, Ingenieurs- und Lebenswissenschaften zwei Jahre lang für sie persönlich kostenfrei zu publizieren. Finanziert werden die Artikel über eine zum jeweiligen Kalenderjahr hinterlegte Vorauszahlung. Veröffentlicht werden sie unter einer CC-BY-Lizenz, inklusive der automatischen Belieferung der Repositorien teilnehmender Einrichtungen mit den XML-Metadaten und dem Volltext-PDF.

Kontakt:

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 1, 37073 Göttingen; nationallizenzen@sub.uni-goettingen.de

Copernicus Publications, Bahnhofsallee 1e, 37081 Göttingen; publications@copernicus.org

Pressemitteilung

Erster DEAL abgeschlossen - Wissenschaftliche Publikationen aus Deutschland werden künftig Open Access bei Wiley publiziert


Das deutsche Projekt DEAL und der Verlag John Wiley & Sons haben eine zukunftsorientierte Partnerschaft zur Erprobung neuer Publikationsmodelle geschlossen, ganz im Sinne der Open-Access-Transformation und der Prinzipien der OA2020-Initiative.

Nach dieser Vereinbarung behalten die affiliierten Autor_innen der beteiligten rund 700 wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland alle Rechte und die akzeptierten Artikel werden Open Access in den Wiley-Zeitschriften publiziert. Bisher wurden pro Jahr fast 10.000 Artikel von deutschen Forscherinnen und Forschern bei Wiley publiziert, das sind rund 9% des gesamten Publikationsaufkommens des Verlages. Die Vereinbarung gewährt den Beteiligten weiterhin lesenden Zugriff für das gesamte Zeitschriftenportfolio rückwirkend bis 1997. Diese "Nationallizenz" basiert auf dem sogenannten Publish & Read-Modell, bei dem der finanzielle Beitrag durch die beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen geleistet wird - aber eben nicht für Subskriptionen sondern für Open-Access-Publikationsservices.

Die Vereinbarung wird Mitte Februar veröffentlicht und um eine englischsprachige FAQ durch die DEAL Arbeitsgruppe ergänzt.

Lesen Sie dazu auch die offiziellen Pressemitteilungen der HRK und von Wiley.

APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells? Beschreibende Statistiken.


Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Reihe, die die Studie „APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells?“ von OA2020-DE erläutert.

Während wir im letzten Blogbeitrag die interessierenden Variablen (APCs, SNIP etc.) einzeln betrachtet haben, untersuchen wir nun die Beziehung der Variablen untereinander mit einfachen statistischen Maßen. Finden wir eine Korrelation zweier Variablen bedeutet es jedoch nicht zwingend, dass auch ein kausaler Zusammenhang (ggf. in dieser Stärke) besteht. Dies kann erst die Regressionsanalyse bestätigen, die im nächsten Blogbeitrag diskutiert wird.

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Neuerscheinungen des Programmbereichs Politikwissenschaft 2019 werden Open Access


Die transcript Open Library-Community hat’s geschafft: Alle Neuerscheinungen des Programmbereichs Politikwissenschaft 2019 werden Open Access!

BIELEFELD (transcript/OA2020-DE). 46 wissenschaftliche Einrichtungen sind unserer Einladung zu einem kooperativen Open-Access-Modell gefolgt und haben durch ihre Kostenbeteiligung die Open-Access-Bereitstellung von 20 Neuerscheinungen (2019) im Fachbereich Politikwissenschaft ermöglicht. Die - zwecks Kostendeckelung und Planungssicherheit - vorgegebene Teilnehmer_innenzahl von 20 Einrichtungen wurde damit mehr als verdoppelt. Die Fördercommunity erreicht auf diese Weise eine eindrucksvolle Senkung der Open-Access-Kosten für wissenschaftliche Bücher.

Wir danken den Förderern, die mit ihrem Beitrag dafür sorgen, dass unsere Politik-Frontlist im Open Access für alle Mitglieder des Wissenschaftsbetriebs zur Verfügung steht!

Durch die hohe Akzeptanz des Projekts und dank der Beteiligung des FID Politikwissenschaft in Höhe von 50% des Gesamtvolumens betragen die tatsächlichen Kosten pro Einrichtung nur noch 52,27 € pro Publikation. Im Sponsoring Light sogar lediglich 26,14 Euro pro Buch - ein Freistellungsbetrag für Open Access, der noch unter unserem durchschnittlichen Ladenpreis liegt!

Die eindrucksvolle Fördercommunity ermöglicht damit nicht nur ein wirtschaftlich tragbares und nachhaltiges Publikationsmodell für professionelles Open Access, sondern schafft gleichzeitig transparente (weil förderungskonforme) und verlässliche Publikationswege für Autor_innen geisteswissenschaftlicher Werke. Damit schafft das konsortiale Publikationsmodell barrierefreies Open Access auf ganzer Linie. Zu den Besonderheiten der 2019er Frontlist gehört u.a. der Start der wissenschaftlichen Reihe „Politik in der digitalen Gesellschaft“ - herausgegeben von Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Prof. Dr. Norbert Kersting, Prof. Dr. Claudia Ritzi und Prof. Dr. Wolf J. Schünemann – deren Bände innerhalb des Pilotprojektes ebenfalls Open Access erscheinen.

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APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells? Die Datenbasis.


Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Reihe, die die Studie „APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells?“ von OA2020-DE erläutert.

In der Studie wird anhand des OpenAPC-Datensatzes, der im INTACT-Projekt an der Universitätsbibliothek Bielefeld entsteht, analysiert, was die Höhe von tatsächlich gezahlten Artikelbearbeitungsgebühren (in Gegensatz zu Listenpreisen) beeinflusst.

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APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells? Eine Einleitung.


Der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE hat einen Bericht erstellt, der ein erster Baustein zur Beantwortung der Frage ist, ob die wissenschaftspolitisch angestrebte großflächige Transformation von Fachzeitschriften in den Open Access (Journal-Flipping) für deutsche Hochschul- und Forschungseinrichtungen finanziell tragbar ist. Das zurzeit dominierende Geschäftsmodell im Bereich von Open-Access-Zeitschriften basiert auf dem Erheben von Artikelbearbeitungsgebühren (Article Processing Charges – APCs), die in der Regel den einreichenden Autor_innen in Rechnung gestellt werden. In Deutschland übernehmen u. a. DFG-geförderte Publikationsfonds diese APCs bis zu einer Höhe von 2.000 EUR. Es ist davon auszugehen, dass das Geschäftsmodell im Zuge der Open-Access-Transformation weiter an Bedeutung gewinnen wird. Daher ist es für eine finanzielle Abschätzung unerlässlich zu wissen, wie hoch die APCs nach einen umfassenden Journal-Flipping sein werden – sowohl im Durchschnitt, als auch in ihrer Verteilung. Für eine solche Prognose muss man die Faktoren kennen, die heute schon die Höhe von APCs beeinflussen. Das ist der Kern des Berichts.

Anhand des OpenAPC-Datensatzes, der im INTACT-Projekt an der Universitätsbibliothek Bielefeld entsteht, wird analysiert, was die Höhe von tatsächlich gezahlten Artikelbearbeitungsgebühren (in Gegensatz zu Listenpreisen) beeinflusst. In Frage kommen die Relevanz bzw. das Renommee der Zeitschrift gemessen an dem Zitations-Impact, die Erscheinungsform der Zeitschrift (open access oder hybrid), der Fachbereich der Zeitschrift sowie der zugehörige Verlag. Die Ergebnisse der Studie werden in den folgenden Blogbeiträgen sukzessive vorgestellt und diskutiert. Die statistisch-technischen Details werden im Bericht dokumentiert:

Schönfelder, Nina (2018). APCs — Mirroring the impact factor or legacy of the subscription-based model?. Universität Bielefeld. doi:10.4119/unibi/2931061

Blogbeitrag 2 - APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells? Die Datenbasis.

Blogbeitrag 3 - APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells? Beschreibende Statistiken.