APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells? Die Datenbasis.


Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Reihe, die die Studie „APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells?“ von OA2020-DE erläutert.

In der Studie wird anhand des OpenAPC-Datensatzes, der im INTACT-Projekt an der Universitätsbibliothek Bielefeld entsteht, analysiert, was die Höhe von tatsächlich gezahlten Artikelbearbeitungsgebühren (in Gegensatz zu Listenpreisen) beeinflusst.

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APCs – Spiegel des Impact-Factors oder Erbe des Subskriptionsmodells? Eine Einleitung.


Der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE hat einen Bericht erstellt, der ein erster Baustein zur Beantwortung der Frage ist, ob die wissenschaftspolitisch angestrebte großflächige Transformation von Fachzeitschriften in den Open Access (Journal-Flipping) für deutsche Hochschul- und Forschungseinrichtungen finanziell tragbar ist. Das zurzeit dominierende Geschäftsmodell im Bereich von Open-Access-Zeitschriften basiert auf dem Erheben von Artikelbearbeitungsgebühren (Article Processing Charges – APCs), die in der Regel den einreichenden Autor_innen in Rechnung gestellt werden. In Deutschland übernehmen u. a. DFG-geförderte Publikationsfonds diese APCs bis zu einer Höhe von 2.000 EUR. Es ist davon auszugehen, dass das Geschäftsmodell im Zuge der Open-Access-Transformation weiter an Bedeutung gewinnen wird. Daher ist es für eine finanzielle Abschätzung unerlässlich zu wissen, wie hoch die APCs nach einen umfassenden Journal-Flipping sein werden – sowohl im Durchschnitt, als auch in ihrer Verteilung. Für eine solche Prognose muss man die Faktoren kennen, die heute schon die Höhe von APCs beeinflussen. Das ist der Kern des Berichts.

Anhand des OpenAPC-Datensatzes, der im INTACT-Projekt an der Universitätsbibliothek Bielefeld entsteht, wird analysiert, was die Höhe von tatsächlich gezahlten Artikelbearbeitungsgebühren (in Gegensatz zu Listenpreisen) beeinflusst. In Frage kommen die Relevanz bzw. das Renommee der Zeitschrift gemessen an dem Zitations-Impact, die Erscheinungsform der Zeitschrift (open access oder hybrid), der Fachbereich der Zeitschrift sowie der zugehörige Verlag. Die Ergebnisse der Studie werden in den folgenden Blogbeiträgen sukzessive vorgestellt und diskutiert. Die statistisch-technischen Details werden im Bericht dokumentiert:

Schönfelder, Nina (2018). APCs — Mirroring the impact factor or legacy of the subscription-based model?. Universität Bielefeld. doi:10.4119/unibi/2931061

Zweiter Open-Access-Transformationsworkshop des Nationalen Open-Access-Kontaktpunkts in Bielefeld


Workshop zur Open-Access-Transformation rückt Rahmenbedingungen in den Fokus

Am 17. und 18. Oktober 2018 fand zum zweiten Mal ein von OA2020-DE organisierter Open-Access-Transformationsworkshop statt. Ziele dieses Workshops waren die Vernetzung der Unterzeichner_innen der „Expression of Interest“ der OA2020-Initiative, die Gewinnung neuer Unterstützer_innen sowie ein Austausch über konkrete Aktivitäten zur Umsetzung der Open-Access-Transformation. Die Teilnehmer_innen setzten sich diesmal vor allem aus Open-Access-Beauftragten und Bibliotheksleiter_innen zusammen. Der erste Tag beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit Strategien zur Open-Access-Transformation auf nationaler und internationaler Ebene, der zweite Tag beleuchtete konkrete Transformationsprozesse an außeruniversitären Einrichtungen und Universitätsbibliotheken (Agenda).

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Empfehlungen zu Qualitätsstandards für die Open-Access-Stellung von Büchern [Update]


Qualitätsstandards in Wissenschaft und Forschung sind wichtig, das hat die Berichterstattung zum Thema "Fake Science" (besser: Junk Science) wieder einmal deutlich gemacht (siehe dazu u.a. hier, hier und hier). Das gilt nicht nur für Zeitschriften und Konferenzen, sondern gleichfalls auch für Bücher. Daher haben wir zusammen mit Knowledge Unlatched und dem transcript Verlag „Empfehlungen zu Qualitätsstandards für die Open-Access-Stellung von Büchern“ entwickelt. Ziel ist es, Autor_innen, Verlagen und Bibliotheken eine praxisnahe Richtschnur an die Hand zu geben, die Kriterien für die Produktion, den Vertrieb und die finanzielle Beteiligung an der Open-Access-Stellung von Büchern beschreibt. Sowohl für Verlage, die Open-Access-Angebote für Bücher bereit stellen, als auch für Bibliotheken, die über finanzielle Beteiligungen eine Open-Access-Stellung von Büchern mit ermöglichen wollen, ist es wichtig zu wissen, welche Leistungen angeboten beziehungsweise erwartet werden können.

Um den Einstieg in diesen Prozess insbesondere auch für kleinere Verlage zu erleichtern, schlagen wir die Umsetzung der Empfehlungen in zwei Phasen vor. In der Einstiegsphase zur Open-Access-Stellung von Büchern geht es vor allem um Qualitätsstandards in den Bereichen Formate, Metadaten, Zugänglichkeit, Lizenzen, Kosten und Distribution. Phase zwei baut diese Standards aus und ergänzt sie um Kriterien zur Qualiätsprüfung (Peer Review) sowie Text- und Data-Mining.

Die Empfehlungen liegen als überarbeitete Version auf deutsch und englisch vor:

Vielen Dank an dieser Stelle an die AG Universitätsverlage, die zur Weiterentwicklung der Standards aktiv beigetragten hat und sich selbst auch mit dem Thema auseinander setzt.

Haushaltsrechtliche Bedenken in Bezug auf Open Access


Open Access und das Haushaltsrecht

In Diskussionen um die Pilotprojekte des Nationalen Open-Access-Kontaktpunkts wie auch der Open-Access-Transformation im Allgemeinen werden häufig Bedenken bezüglich des Haushaltsrechts geäußert. Zentral ist dabei die Frage, ob einer Zahlung an eine Open-Access-Infrastruktur oder eine Ausgabe für eine Open-Access-Publikation eine konkrete Gegenleistung zugeordnet werden kann. Grundsätzlich seien nur die Ausgaben zulässig, die zur Erfüllung der Aufgaben notwendig sind. Die Ausgaben müssten zusätzlich dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit folgen.

Dazu möchten wir Stellung beziehen:

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OA2020-DE bietet Übersicht zu häufig zitierten Open-Access-Zeitschriften


Wir haben die Internationale Open-Access-Woche und den Artikel in der Süddeutschen Zeitung zum Thema Predatory Publishing zum Anlass genommen und ein neues Feature auf unserer Homepage installiert:

Ab sofort gibt es unter der Kategorie Ressourcen eine Übersicht mit ca. 700 häufig zitierten Open-Access-Fachzeitschriften aus fast allen wissenschaftlichen Disziplinen. Ziel dieser Übersicht ist es, etablierte und relevante Open-Access-Zeitschriften für Forscher_innen sichtbar zu machen und ihre Auffindbarkeit zu erhöhen. Auf diese Weise unterstützen wir die Forscher_innen dabei, geeignete und einflussreiche Open-Access-Zeitschriften aus ihrer Disziplin für das Einreichen ihres Manuskripts auszuwählen.

Weiterhin schlagen wir vor, dass wissenschaftliche Bibliotheken, die ihre Wissenschaftler_innen über Open Access informieren, die Liste der "Meist-zitierten Open-Access-Zeitschriften" auf ihrer Homepage verlinken. Zum Beispiel wie folgt:

Meist-zitierte Open-Access-Zeitschriften zusammengestellt vom Nationalen Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE
https://oa2020-de.org/pages/frequentlycitedoajournals/

Link zur Liste

Open Access zum 3. - Neuer Anlauf Abo-Zeitschriften in den Open Access zu Flippen


OA2020-DE und Knowledge Unlatched wollen in großem Stil Zeitschriften Open Access stellen

OA2020-DE, der National Open Access Kontaktpunkt, und Knowledge Unlatched (KU), die zentrale Plattform für die nachhaltige Finanzierung von Open-Access-Modellen, kooperieren bei der großflächigen Umstellung wissenschaftlicher Zeitschriften aus dem Abomodell zu Open Access. Insgesamt 50 Journals von zehn Verlagen sollen ab 2019 für jedermann kostenfrei nutzbar gemacht werden. Finanziert werden soll die Umstellung für die Dauer von drei Jahren durch ein internationales Konsortium. In Deutschland sollen dazu auch Teile von Subskriptionsmittel von Bibliotheken genutzt werden können, die durch die bislang nicht erfolgreichen DEAL-Verhandlungen mit dem Verlag Elsevier frei geworden sind.

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OA2020-DE unterstützt die cOAlition S


"Ab dem 1. Januar 2020 müssen wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Forschungsergebnissen, die durch die Finanzierung nationaler und europäischer Forschungsförderer enstanden sind, in entsprechenden Open-Access-Zeitschriften oder Open-Access-Plattformen veröffentlicht werden."

Diese Kernbotschaft der cOAlition S, einem Zusammenschluss von 11 europäischen Forschungsförderorganisationen, verdeutlicht den wachsenden Druck auf die Verlage, ihr Geschäftsmodell zeitnah vollständig auf Open Access umzustellen. Unterstützung dafür gibt es auch von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Forschungsrat (ERC). Die Initiative entstand durch die Zusammenarbeit von Robert-Jan Smits, Sondergesandter für Open Access der Europäischen Kommission, und Marc Schiltz, Präsident von Science Europe. Nach ihnen ist auch der Plan S benannt, welcher neben der zitierten Kernbotschaft 10 Punkte enthält, mit denen die Open-Access-Transformation beschleunigt werden soll. Dazu gehört z. B. die Einrichtung bzw. Förderung qualitätsgeprüfter Open-Access-Zeitschriften und -Plattformen, die Übernahme von Publikationskosten durch den Förderer / die Einrichtung des Autors oder der Autorin und die strikte Ablehnung von hybridem Open Access.

Besonders erwähnenswert ist die europaweite Standardisierung und Deckelung der Open-Access-Publikationsgebühren, auch wenn die Höhe noch diskutiert wird.

Europa macht sich stark für die unmittelbare, frei zugängliche Publikation öffentlich geförderter Forschungsergebnisse, aber eben nicht um jeden Preis. Die an cOAlition S beteiligten Forschungsförderer werden nun mit anderen Interessengruppen (wie Universitäten, Forschungseinrichtungen und Bibliotheken) zusammenarbeiten und auf eine schnelle und praktische Umsetzung dieser Prinzipien hinarbeiten. Weitere Forschungsförderer aus der ganzen Welt, sowohl öffentliche wie private, sind eingeladen, der cOAlition S beizutreten.

Der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE unterstützt die cOAlition S und den Plan S, da sie wichtige Bausteine für die Open-Access-Transformation darstellen.
Gleichzeitig empfehlen wir, bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der 10 Punkte auch nicht-APC-basierte Modelle sowie die Besonderheiten geisteswissenschaftlichen Publizierens und die Relevanz offener Infrastrukturen stärker als bisher zu berücksichtigen.

Weitere Informationen zur cOAlition S:

Empfehlungen zur Open-Access-Infrastruktur-Förderung


Die Förderung kritischer und offener Open-Access-Infrastrukturen gehört zu den Voraussetzungen für eine großflächige Transformation wissenschaftlicher Publikationen in den Open Access. Wissenschaftliche Einrichtungen und Bibliotheken sind daher aufgefordert „neue Mechanismen, Strukturen oder Organe [zu schaffen], die übergreifende Strategien und Ressourcenplanungen wissenschaftsstützender Infrastrukturen jenseits lokaler Präferenzen und institutionseigener Haushaltsgrenzen Realität werden lassen.“ (DFG)

Zu solchen kritischen und offenen Open-Access-Infrastrukturen gehören u. a.:

  • Directory of Open Access Journals (DOAJ)
  • Directory of Open Access Books (DOAB)
  • SHERPA (Juliet/RoMEO)
  • OpenDOAR
  • OAPEN
  • OpenAIRE
  • Open-Source Zeitschriftenmanagement- und -publikationssoftware (z. B. Open Journal Systems OJS)
  • uvm.

Da viele dieser Dienste mittlerweile grundlegend u. a. für die Implementierung von Open-Access- und Open-Science-Richtlinien sind und entsprechende Workflows unterstützen, ist ihre Sicherung zu einem wachsenden Anliegen der breiten Open-Access- und Open-Science-Community geworden. Gestützt wird das Ganze durch den Knowledge Exchange Report "Putting down roots: Securing the future of open access policies", in welchem das DOAJ und die SHERPA-Dienste als kritisch in Bezug auf ihre nachhaltige Finanzierung eingestuft werden.

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Mehr als die Hälfte geschafft! 11 Pledges für OPEN Library Politikwissenschaft


OPEN Library Politikwissenschaft auf gutem Wege ein voller Erfolg zu werden!

Seit dem 06. August liegen 11 Pledges für unser Pilotprojekt transcript OPEN Library Politikwissenschaft vor. Damit ist zum einen mehr als die Hälfte der Mindestteilnehmer_innen erreicht und zum anderen verdeutlicht der Zuspruch ein hohes Interesse an transparenten und validen Modellen zur Open-Access-Transformation gerade auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Daher freuen wir uns sehr über Teilnahme der folgenden Universitätsbibliotheken....

  1. Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  2. Max Planck Digital Library (MPDL)
  3. Universitätsbibliothek Bochum
  4. Universitätsbibliothek Bielefeld
  5. Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg an der Goethe-Universität Frankfurt
  6. Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz
  7. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
  8. Harvard University Library
  9. Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg
  10. Universitätsbibliothek Wuppertal
  11. Universitätsbibliothek Leipzig

....und sehen sie als ein Signal für alle anderen wissenschaftlichen Bibliotheken, eine Beteiligung zu diskutieren, zu planen und durchzuführen.

Der Pilot selbst unterstützt Bibliotheken in ihrer (Neu-) Positionierung bei der Produktion, Distribution und Zirkulation wissenschaftlicher Texte. Mit der Transformation wissenschaftlicher Publikationen in den Open Access sind sie direkt daran beteiligt, die digitale Verfügbarkeit wissenschaftlich relevanter Ressourcen zu realisieren.