First pledge for OPEN Library Political Science


We received our first pledge for the ebook-openaccess-transformation-project OPEN Library Political Science! It's good to have University and State Library Düsseldorf on board! In addition we received expressions of interest from the university libraries Bielefeld, Mainz, Mannheim and Regensburg, ETH Zurich library and the Max Planck Digital Library! We hope that more will follow.

Find out more about the project:

Schwedens Umgang mit Elsevier


Das Bibsam-Konsortium hat als weitere Information zur Stornierung der Elsevier-Zeitschriften in Schweden ein aufschlussreiches Q&A veröffentlicht. Die dort genannten Zahlen verdeutlichen, warum Elsevier sich einer Open-Access-Transformation verschließt.

  • Die Zahlungen des Bibsam-Konsortiums 2017 für Elsevier-Zeitschriften betrugen: 12. 559 062 EUR.
  • Im gleichen Jahr veröffentlichten die Angehörigen schwedischer Hochschulen und Universitäten rund 4000 Artikel in Elsevier-Zeitschriften.
  • Die Ausgaben für Article Processing Charges bei Elsevier lagen 2017 bei ca. 1. 300 000 EUR.
  • Rechnet man die Ausgaben zusammen ergibt das einen Durchschnittswert von ca. 3.465 EUR pro Elsevier-Artikel.

Betrachtet man dazu im Vergleich die an das openAPC-Projekt gemeldeten Daten, so zahlten 2015-2016 schwedische wissenschaftliche Einrichtungen für 165 Open-Access-Artikel durchschnittlich APCs in Höhe von 2.136 EUR an Elsevier (70% für hybride und 30% für Publikation in Open-Access-Zeitschriften).

Zieht man desweiteren die Elsevier-Listenpreise für Open-Access-Zeitschriftenartikel hinzu (Elsevier OA Price List, Date: 16-Jun-2018), beträgt der Durchschnittspreis pro Artikel für 2055 Hybrid Journals und 342 OA-Journals 2.313 USD (umgerechnet etwa 1.984 EUR zum tages-aktuellen Währungskurs von 1,16 EUR/USD, zusätzlich müsste noch Umsatzsteuer hinzu addiert werden).

Die tatsächlich in Schweden gezahlten durchschnittlichen APCs und auch die Durchschnittspreise für APCs laut Elsevier-Preisliste sind also deutlich niedriger als die umgerechnet 3.465 EUR pro Artikel im bisherigen System. Ein Umstieg auf ein pay-as-you-publish-Modell wäre für Schweden daher finanziell möglich und sinnvoll.

Wir wünschen den Kolleg_innen in Schweden und natürlich auch den Kolleg_innen im DEAL-Projekt viel Erfolg bei ihren Verhandlungen.

Start des Pilotprojektes OPEN Library Politikwissenschaft


Pilotprojekt OPEN Library Politikwissenschaft gestartet

(Bielefeld, 11. Juni 2018)

Der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE, der Verlag transcript, der Fachinformationsdienst (FID) Politikwissenschaft an der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen sowie Knowledge Unlatched starten heute ein Projekt, dass es Politkwissenschaftler_innen ermöglicht, ihre Bücher direkt im Open Access zu veröffentlichen.

Ziel des gemeinsamen Projekts ist die Entwicklung eines für Verlag und Bibliotheken gleichermaßen tragbaren, transparenten und ökonomisch nachhaltigen Open-Access-E-Book-Geschäftsmodells. Die Literaturerwerbungsmittel der Bibliotheken fließen damit anteilig statt in den Erwerb kostenpflichtiger E-Books für eine einzelne Bibliothek in die Finanzierung der freien Verfügbarkeit für alle.

Open Access verfolgt das Ziel, die Chancen der Digitalisierung für Autor_innen, Verlage und Bibliotheken gleichermaßen zu nutzen. Mit Hilfe von nachhaltigen und transparenten Angeboten seitens der Verlage sowie der finanziellen Beteiligung durch Bibliotheken ergeben sich für alle Akteure neue Möglichkeiten zur Positionierung im wissenschaftlichen Publikationssystem.

Das Modell bringt im Vergleich zur gängigen Praxis der Lizenzierung von E-Books u. a. folgende Vorteile mit sich:

  • Lizenzkosten für E-Books entfallen, Finanzierung durch Umschichtung im Etat möglich
  • Keine Einschränkungen für die Nutzung der Inhalte
  • Sichtbarkeit der mitfinanzierenden Einrichtungen durch Sponsoring
  • Verankerung des FID und der Bibliothek im fachbezogenen Open-Access-Publikationsprozess


Interessiert?

Weitere Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten für Bibliotheken, die Open Access unterstützen möchten, finden Sie auf den Webseiten des Kontaktpunkts unter: http://oa2020-de.org/pages/pilotprojekte
auf den Webseiten des transcript-Verlages: https://www.transcript-verlag.de/open-access-politikwissenschaft
und bei Knowledge Unlatched: http://knowledgeunlatched.org/political-science/


Über den Nationalen Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE

Strategisches Ziel des Nationalen Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE ist das Schaffen von Voraussetzungen für die großflächige Open-Access-Transformation in Übereinstimmung mit der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. Dazu entwickelt OA2020-DE unter anderem neue, kooperative Open-Access-Geschäftsmodelle.
Weitere Informationen über den Kontaktpunkt unter http://oa2020-de.org/pages/ziele/.

Gemeinsame Strategie statt Konkurrenz - OA2020 auf der OPERAS Konferenz


Ende letzter Woche fand in Athen die erste OPERAS Konferenz "Open Scholarly Communication in Europe. Addressing the Coordination Problem” statt. OPERAS ist ein europäisches Forschungsinfrastrukturprojekt zur Förderung von Open Access bzw. Open Science speziell in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Die OA2020-Initiative war in Form des OA2020-DE-Projektleiters Dirk Pieper in der Session "Flipping Journals or Changing the System? The Need for Coordination" vertreten. Ziel der Präsentation war es aufzuzeigen, dass OA2020 mehrere Wege der Open-Access-Transformation unterstützt und damit mehr ist als Journal Flipping und APCs. Gleichzeitig sollte deutlich gemacht werden, dass in diesen Bereichen empirisch relevantes OA-Publizieren stattfindet und APCs und Offsetting wesentliche Faktoren der Transformation sind.

Des Weiteren verwies Herr Pieper darauf, dass OA2020 und FAIR OA sowie der Jussieu Call als komplementäre Ansätze der Open-Access-Transformation zu verstehen sind: ihre gemeinsame Verbindung liegt u. a. in dem Entzug von Budgets aus dem Subskriptionssystem, um diese Gelder dann in konkrete Open-Access-Transformationsansätze (z.B. Fair OA, OLH, Infrastrukturen wie DOAJ, Repositorien oder OJS, Offsetting, APCs, Ebook-OA-Projekte etc.) umzuleiten. Daher ist die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie sinnvoll und notwendig. OA2020-DE und DEAL unterstützen OA2020 dabei in Deutschland und darüber hinaus.

Big Deals - Möglichkeiten zur Stärkung der Verhandlungsposition


Vor kurzem sind zwei Publikationen erschienen, die das Thema "Big Deals" aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten: Im April 2018 der "EUA Big Deals Survey Report - The First Mapping of Major Scientific Publishing Contracts in Europe" und im Mai 2018 der Beitrag "‘Big Deal’ Cancellations Gain Momentum" von Lindsay McKenzie bei Inside Higher Ed.

Der EUA Big Deals Survey Report betrachtet die aktuelle Situation in Europa und hat dafür 2016 und 2017 die Verhandlungsführer_innen an Universitäten in 28 verschiedenen EU-Staaten zur Höhe und den Konditionen ihrer drei größten und teuersten Verträge mit wissenschaftlichen Verlagen befragt. Ergebnis: insgesamt geben die wissenschaftlichen Einrichtungen in der EU pro Jahr ca. 421 Mio. EUR für Zeitschriften, eBooks und Datenbanken aus. Der Großteil davon (ca. 384 Mio EUR) wird für Zeitschriften verwendet und 65% dieser Ausgaben gehen an Elsevier.

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Open Access und Medienerwerb: Erster Transformationsworkshop des Nationalen Open-Access-Kontaktpunkts in Bielefeld


„Wir brauchen eine ergänzende Zielsetzung für den bibliothekarischen Medienerwerb: es geht nicht mehr nur darum, Medien zu kaufen und in ein Regal zu stellen oder für einen Campus zu lizenzieren. Es geht zunehmend um einen Beitrag von Bibliotheken, damit wissenschaftliche Literatur überhaupt im Open Access publiziert werden kann.“

Dies ist eine zentrale Erkenntnis des OA2020-DE Transformationsworkshops für Erwerbungsleiter_innen, der am 19. und 20. April 2018 in Bielefeld stattfand. Der Workshop behandelte die für eine Open-Access-Transformation relevanten Themen "Erhebung von Kosten- und Publikationsdaten in einer Universität" sowie "alternative Publikationsmodelle für Open-Access-Zeitschriften und Open-Access-Monographien". Die kurze Vorstellungsrunde zu Beginn zeigte, dass das Thema nicht nur für Universitäten, sondern zunehmend auch für Fachhochschulen an Relevanz gewinnt.

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Beyond APCs - OpenAIRE Workshop über alternative Publikationsmodelle


OpenAIRE ist eine von der Europäischen Kommission geförderte Initiative, die die Open Access Policy der EU durch die Entwicklung und Bereitstellung technischer Infrastruktur unterstützen soll. Ein weitere Aufgabe ist die Unterstützung nicht-APC-basierter Publikationsmodelle. Innerhalb von OpenAIRE (und dem Nachfolger OpenAIRE Advance) gibt es dazu verschiedene Projekte und Calls. Im ersten CAll 2016 erhielten 11 Projekte eine Förderung für die Entwicklung und Implementierung technischer Verbesserungen in Open-Science-Infrastrukturen (den vollständigen Bericht dazu gibt es hier). Der zweite Call letztes Jahr fokussierte sich dann auf die Unterstützung alternativer Open-Access-Publikationsmodelle.

Um verschiedene Aspekte nicht-APC-basierter Modelle zu präsentieren und den Fördermittelempfänger_innen des 2. Calls die Möglichkeit für einen Zwischenbericht zu geben, organisierte OpenAIRE einen Workshop an der Niederländischen Koninklijke Bibliotheek in Den Haag vom 05.-06. April 2018.

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Analyse der Springer Offsetting Agreements - erste Ergebnisse


This is a repost from our partner project INTACT, you can find the original post here

Als ein Ergebnis des ersten ESAC Offsetting Workshops 2016 wurde die Erfassung von Artikeln, publiziert unter einem Offsetting-Vertrag wie den Springer Compact Agreements, als ein Teilprojekt von OpenAPC entwickelt. Datenlieferanten sind die Kooperation E-Medien Österreich (KEMÖ), die Max Planck Digital Library, VSNU/UKB für alle niederländischen Universitäten, das Bibsam-Konsortium für Schweden und JISC Collections für Großbritannien. Die Datensammlung begann mit den ersten Daten aus dem Jahre 2015, mittlerweile sind auch die Jahre 2016 und 2017 vollständig verfügbar.

Auch wenn diese Artikel nicht im Sinne von APCs mit Kostendaten verknüpft sind, ist dennoch eine Aggregierung und Visualisierung mit Treemaps sinnvoll, wobei eine einfache numerische Zählung als Maß verwendet wird. Mit dieser Offsetting-Kollektion, die mehr als 13.000 Artikel aus drei Jahren umfasst, ist es so möglich, die Abdeckung der Offsetting-Verträge zu messen und darzustellen, indem drei Fragen beantwortet werden:

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Open Access statt "Verstaatlichung der Wissenschaftsverlage"


In ihrem Beitrag "Is it time to nationalise academic publishers?" vom 02.03.2018 rückt Times Higher Education (Quelle) die großen Wissenschaftsverlage in den Fokus einer Diskussion, die die Zerschlagung von wirtschaftlichen Monopolen auf die Agenda gesetzt hat. Die aufgezählten Gewinne im wissenschaftlichen Publikationssystem sind in der Tat eindrucksvoll:

  • Der Gewinn von Elsevier für den Shareholder RELX betrug 2016 über 900 Millionen GBP mit einer Umsatzrendite in Höhe von 36,8%.

  • Die Verlage Taylor & Francis und Routledge als Teile von Informa erwirtschafteten 2016 einen Gewinn von mehr als 160 Millionen GBP (Umsatzrendite 38%).

  • Wiley erreichte 2017 einen Gewinn in Höhe von 183 Millionen GBP und eine Marge in Höhe von 29,6%.

Gewinne und Margen für Springer Nature wurden in dem Times-Higher-Education-Beitrag nicht genannt, gleichwohl sind die Zahlen für die Open-Access-Bewegung ernüchternd, da der überwiegende Teil der Gewinne immer noch aus dem Subskriptionssystem kommt, das maßgeblich von den Erwerbungsetats der Bibliotheken finanziert wird. Times-Higher-Education fragt in dem Artikel deshalb zwischen den Zeilen auch zurecht, warum Bibliotheken trotz Open Access und SciHub solche Renditen mit finanzieren.

Wenn die Bibliotheks-Community es tatsächlich mit Open Access Ernst meint, dann muss - wie Ralf Schimmer es an gleicher Stelle im letzten Jahr formulierte - der "Stecker aus dem Subskriptionssystem gezogen werden" (Quelle), wenn Verlage die Transformation in den Open Access nicht mit gehen wollen. Alternative Verwendungsmöglichkeiten für Bibliotheksetats gibt es jedenfalls jetzt schon reichlich:

  • Finanzierung von Publikationsfonds für reine Open-Access-Verlage
  • Unterstützung von Mitgliedschaftsmodelle wie SCOAP³, Open Library of Humanities, u.a.
  • Beteiligung an Modellen zur Finanzierung von Open-Access-Ebooks
  • Unterstützung der öffentlichen Open-Access-Infrastruktur (institutionelle und fachbezogene Repositorien, zentrale Open-Access-Services wie das DOAJ u.a.)

Wie lange wollen Bibliotheken noch warten? It´s time to take action!

Erster Workshop zur Open-Access-Transformation


Bezugnehmend auf die Transformationsworkshops der OA2020 Initiative und der Veranstaltungen im Rahmen der ESAC-Initiative veranstaltet der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE einen Transformationsworkshop für die deutschsprachige Community. Der Workshop richtet sich in erster Linie an Erwerbungsleiter_innen in den Universitätsbibliotheken und zielt darauf ab, die für eine Open-Access-Transformation relevanten Themen "Erhebung von Kosten- und Publikationsdaten in einer Universität" sowie "alternative Publikationsmodelle für Open-Access-Zeitschriften und Open-Access-Monographien" in Form von Input-Vorträgen und der gemeinsamen Diskussion in Arbeitsgruppen zu bearbeiten. Am Ende sollen die Teilnehmer_innen wissen, wie eine Open-Access-Transformation ablaufen kann, welche Daten dafür notwendig sind und welche praktischen Implikationen für ihre Einrichtungen daraus entstehen.

Wann? 19.-20. April 2018
Wo? Universitätsbibliothek Bielefeld, Universitätsstr. 25, 33615 Bielefeld
Wer? Erwerbungsleiter_innen von Universitätsbibliotheken

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