OA2020-DE bietet Übersicht zu häufig zitierten Open-Access-Zeitschriften


Wir haben die Internationale Open-Access-Woche und den Artikel in der Süddeutschen Zeitung zum Thema Predatory Publishing zum Anlass genommen und ein neues Feature auf unserer Homepage installiert:

Ab sofort gibt es unter der Kategorie Ressourcen eine Übersicht mit ca. 700 häufig zitierten Open-Access-Fachzeitschriften aus fast allen wissenschaftlichen Disziplinen. Ziel dieser Übersicht ist es, etablierte und relevante Open-Access-Zeitschriften für Forscher_innen sichtbar zu machen und ihre Auffindbarkeit zu erhöhen. Auf diese Weise unterstützen wir die Forscher_innen dabei, geeignete und einflussreiche Open-Access-Zeitschriften aus ihrer Disziplin für das Einreichen ihres Manuskripts auszuwählen.

Weiterhin schlagen wir vor, dass wissenschaftliche Bibliotheken, die ihre Wissenschaftler_innen über Open Access informieren, die Liste der "Meist-zitierten Open-Access-Zeitschriften" auf ihrer Homepage verlinken. Zum Beispiel wie folgt:

Meist-zitierte Open-Access-Zeitschriften zusammengestellt vom Nationalen Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE
https://oa2020-de.org/pages/frequentlycitedoajournals/

Link zur Liste

Open Access zum 3. - Neuer Anlauf Abo-Zeitschriften in den Open Access zu Flippen


OA2020-DE und Knowledge Unlatched wollen in großem Stil Zeitschriften Open Access stellen

OA2020-DE, der National Open Access Kontaktpunkt, und Knowledge Unlatched (KU), die zentrale Plattform für die nachhaltige Finanzierung von Open-Access-Modellen, kooperieren bei der großflächigen Umstellung wissenschaftlicher Zeitschriften aus dem Abomodell zu Open Access. Insgesamt 50 Journals von zehn Verlagen sollen ab 2019 für jedermann kostenfrei nutzbar gemacht werden. Finanziert werden soll die Umstellung für die Dauer von drei Jahren durch ein internationales Konsortium. In Deutschland sollen dazu auch Teile von Subskriptionsmittel von Bibliotheken genutzt werden können, die durch die bislang nicht erfolgreichen DEAL-Verhandlungen mit dem Verlag Elsevier frei geworden sind.

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OA2020-DE unterstützt die cOAlition S


"Ab dem 1. Januar 2020 müssen wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Forschungsergebnissen, die durch die Finanzierung nationaler und europäischer Forschungsförderer enstanden sind, in entsprechenden Open-Access-Zeitschriften oder Open-Access-Plattformen veröffentlicht werden."

Diese Kernbotschaft der cOAlition S, einem Zusammenschluss von 11 europäischen Forschungsförderorganisationen, verdeutlicht den wachsenden Druck auf die Verlage, ihr Geschäftsmodell zeitnah vollständig auf Open Access umzustellen. Unterstützung dafür gibt es auch von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Forschungsrat (ERC). Die Initiative entstand durch die Zusammenarbeit von Robert-Jan Smits, Sondergesandter für Open Access der Europäischen Kommission, und Marc Schiltz, Präsident von Science Europe. Nach ihnen ist auch der Plan S benannt, welcher neben der zitierten Kernbotschaft 10 Punkte enthält, mit denen die Open-Access-Transformation beschleunigt werden soll. Dazu gehört z. B. die Einrichtung bzw. Förderung qualitätsgeprüfter Open-Access-Zeitschriften und -Plattformen, die Übernahme von Publikationskosten durch den Förderer / die Einrichtung des Autors oder der Autorin und die strikte Ablehnung von hybridem Open Access.

Besonders erwähnenswert ist die europaweite Standardisierung und Deckelung der Open-Access-Publikationsgebühren, auch wenn die Höhe noch diskutiert wird.

Europa macht sich stark für die unmittelbare, frei zugängliche Publikation öffentlich geförderter Forschungsergebnisse, aber eben nicht um jeden Preis. Die an cOAlition S beteiligten Forschungsförderer werden nun mit anderen Interessengruppen (wie Universitäten, Forschungseinrichtungen und Bibliotheken) zusammenarbeiten und auf eine schnelle und praktische Umsetzung dieser Prinzipien hinarbeiten. Weitere Forschungsförderer aus der ganzen Welt, sowohl öffentliche wie private, sind eingeladen, der cOAlition S beizutreten.

Der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE unterstützt die cOAlition S und den Plan S, da sie wichtige Bausteine für die Open-Access-Transformation darstellen.
Gleichzeitig empfehlen wir, bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der 10 Punkte auch nicht-APC-basierte Modelle sowie die Besonderheiten geisteswissenschaftlichen Publizierens und die Relevanz offener Infrastrukturen stärker als bisher zu berücksichtigen.

Weitere Informationen zur cOAlition S:

Empfehlungen zur Open-Access-Infrastruktur-Förderung


Die Förderung kritischer und offener Open-Access-Infrastrukturen gehört zu den Voraussetzungen für eine großflächige Transformation wissenschaftlicher Publikationen in den Open Access. Wissenschaftliche Einrichtungen und Bibliotheken sind daher aufgefordert „neue Mechanismen, Strukturen oder Organe [zu schaffen], die übergreifende Strategien und Ressourcenplanungen wissenschaftsstützender Infrastrukturen jenseits lokaler Präferenzen und institutionseigener Haushaltsgrenzen Realität werden lassen.“ (DFG)

Zu solchen kritischen und offenen Open-Access-Infrastrukturen gehören u. a.:

  • Directory of Open Access Journals (DOAJ)
  • Directory of Open Access Books (DOAB)
  • SHERPA (Juliet/RoMEO)
  • OpenDOAR
  • OAPEN
  • OpenAIRE
  • Open-Source Zeitschriftenmanagement- und -publikationssoftware (z. B. Open Journal Systems OJS)
  • uvm.

Da viele dieser Dienste mittlerweile grundlegend u. a. für die Implementierung von Open-Access- und Open-Science-Richtlinien sind und entsprechende Workflows unterstützen, ist ihre Sicherung zu einem wachsenden Anliegen der breiten Open-Access- und Open-Science-Community geworden. Gestützt wird das Ganze durch den Knowledge Exchange Report "Putting down roots: Securing the future of open access policies", in welchem das DOAJ und die SHERPA-Dienste als kritisch in Bezug auf ihre nachhaltige Finanzierung eingestuft werden.

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Mehr als die Hälfte geschafft! 11 Pledges für OPEN Library Politikwissenschaft


OPEN Library Politikwissenschaft auf gutem Wege ein voller Erfolg zu werden!

Seit dem 06. August liegen 11 Pledges für unser Pilotprojekt transcript OPEN Library Politikwissenschaft vor. Damit ist zum einen mehr als die Hälfte der Mindestteilnehmer_innen erreicht und zum anderen verdeutlicht der Zuspruch ein hohes Interesse an transparenten und validen Modellen zur Open-Access-Transformation gerade auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Daher freuen wir uns sehr über Teilnahme der folgenden Universitätsbibliotheken....

  1. Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  2. Max Planck Digital Library (MPDL)
  3. Universitätsbibliothek Bochum
  4. Universitätsbibliothek Bielefeld
  5. Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg an der Goethe-Universität Frankfurt
  6. Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz
  7. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
  8. Harvard University Library
  9. Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg
  10. Universitätsbibliothek Wuppertal
  11. Universitätsbibliothek Leipzig

....und sehen sie als ein Signal für alle anderen wissenschaftlichen Bibliotheken, eine Beteiligung zu diskutieren, zu planen und durchzuführen.

Der Pilot selbst unterstützt Bibliotheken in ihrer (Neu-) Positionierung bei der Produktion, Distribution und Zirkulation wissenschaftlicher Texte. Mit der Transformation wissenschaftlicher Publikationen in den Open Access sind sie direkt daran beteiligt, die digitale Verfügbarkeit wissenschaftlich relevanter Ressourcen zu realisieren.