Was kommt nach den Transformationsverträgen?


Ein Vorschlag zur Etablierung von Ausschreibungs- und Wettbewerbsmechanismen im Rahmen von nationalen Open-Access-Zeitschriftenkonsortien

Die Open-Access-Transformation ist erklärtes Ziel der Coalition S und der OA2020-Initiative sowie der sie unterstützenden Institutionen. Um eine großflächige Open-Access-Transformation von Zeitschriften zu erreichen, sollen möglichst viele etablierte Subskriptionszeitschriften in den Open Access transformiert werden. Dies soll derzeit im Rahmen von Transformationsverträgen, wie sie bspw. vom DEAL-Projekt seit mehreren Jahren mit den drei großen internationalen Wissenschaftsverlagen (Elsevier, Springer Nature, Wiley) verhandelt werden, umgesetzt werden. Ausgestaltung und Konditionen solcher Verträge werden bilateral zwischen Verlag und Bibliothekskonsortien ausgehandelt und orientieren sich oft an den bisherigen Ausgaben der Bibliotheken für Subskription. Zusätzlich werden im DEAL-Wiley-Transformationsvertrag APCs für Publikationen in reinen Open-Access-Zeitschriften nach Listenpreis mit 20%-Rabatt übernommen, so wie es auch voraussichtlich im DEAL-Springer-Transformationsvertrag vereinbart werden wird.

Was aber kommt auf uns zu, wenn Transformationsverträge weltweit flächendeckend abgeschlossen werden, und dies zu einem nahezu vollständigen Flip von wissenschaftlichen Zeitschriften in den Open Access führt? Welche Akteure werden relevant sein, wie werden Verträge ausgestaltet sein, welche Preisfindungsmechanismen werden zum Tragen kommen, wie wird die Finanzierung des Open-Access-Publizierens organisiert sein – und letztendlich – wird es gelingen die Preissteigerungen der letzten Jahrzehnte im Subskriptionsbereich mit Open Access zu durchbrechen, oder werden wir uns in einer neuen Spirale ewig steigender Open-Access-Publikationsgebühren wiederfinden?

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Die Open-Access-Transformation schließt kleinere Verlage ein


Ein Kommentar zu der Diskussion um DEAL in der FAZ

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) fährt in der Diskussion um Open Access und das von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen geförderte Projekt DEAL starke Geschütze auf. Am 20.11.2019 veröffentlichte Thomas Thiel, Leiter des Ressorts Forschung und Lehre der FAZ, einen Beitrag unter dem Titel „Die HRK verkauft die Wissenschaft“.

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz hat zu diesem Vorwurf in der FAZ vom 27.11.2019 Stellung genommen. Der „Nationale Open-Access-Kontaktpunk OA2020-DE“, der wie das DEAL-Projekt von den Partnerorganisationen der Allianz gefördert wird, unterstützt diese Stellungnahme.

Aus Sicht des Kontaktpunkts möchten wir insbesondere auf zwei Punkte im Text von Herrn Thiel eingehen:

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Open Access und Fachgesellschaften: 4. Open-Access-Transformationsworkshop des Nationalen Open-Access-Kontaktpunkts in Göttingen


Wie können Fachgesellschaften die Open-Access-Transformation erfolgreich umsetzen?

Die zunehmende Digitalisierung verändert seit Mitte der 90er Jahre die gesamte wissenschaftliche Kommunikation. Spätestens seit 2003, dem Jahr der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen, steht das Thema Open Access für alle sichtbar auf der Agenda. Mit Plan S hat sich noch einmal der Druck auf Verlage erhöht, ihre Geschäftsmodelle an sich veränderndes wissenschaftliches Kommunikationsverhalten und wissenschaftspolitische Forderungen nach Open Access und Open Sciene auszurichten. Dies betrifft auch Fachgesellschaften als Herausgeber von Fachzeitschriften und Schriftenreihen. Vor diesem Hintergrund lud der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE verschiedene Fachgesellschaften und Fachinformationsdienste am 04. und 05. November 2019 an die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen zum Transformationsworkshop ein. Inhaltliche Schwerpunkte waren Erfahrungsberichte von Fachgesellschaften, die ihre Zeitschriften schon im Open Access herausgeben und ggf. einen Transformationsprozess abgeschlossen haben, sowie verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung durch Forschungsförderer, Fachinformationsdienste (FID) und Bibliotheken (Agenda).

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Crowdfunding für Open-Access-eBook-Modelle endet am 30.11.2019


Letzte Chance für Bibliotheken disziplinspezifische Open-Access-eBook-Projekte zu unterstützen

Noch bis zum 30. November 2019 haben Bibliotheken die Möglichkeit, wissenschaftsfreundliche und disziplinspezifische Open-Access-Projekte in den Bereichen Erwachsenenbildung, Berufs- und Wirtschaftspädagogik sowie Politikwissenschaft finanziell zu unterstützen. Bis zu diesem Datum läuft noch das Crowdfunding bei den Verlagen wbv media und transcript.

Bei transcript geht die Open-Access-Stellung der politikwissenschaftlichen Frontlist schon zum zweiten Mal in die Finanzierung per bibliothekarische Crowd. Der Pilotversuch aus dem letzten Jahr konnte mit mehr als doppelt so vielen Teilnehmer_innen als benötigt positiv abgeschlossen werden und lässt darauf hoffen, dass auch in diesem Jahr wieder viele Bibliotheken die Chance nutzen, sich aktiv für die Ermöglichung von Open-Access-Publikationen einzusetzen.

Für wbv media ist es das erste Mal, dass sie ein solches Modell für ihre Disziplinen anbieten. Nach Abschluss der Crowdfunding-Periode werden - sofern sich genug interessierte Bibliotheken finden - 20 Titel aus dem Jahresprogramm 2020 der Bereiche Erwachsenenbildung sowie Berufs- und Wirtschaftspädagogik direkt im Open Access veröffentlicht.

Bei Fragen zu den Modellen oder bei Interesse zur Teilnahme wenden Sie sich bitte an Catherine Anderson von Knowledge Unlatched.

P.S. Im übrigen haben Sie auch noch bis zum 15.11.2019 Zeit, sich dem FID-Konsortium des FID „Jüdische Studien“, UB Frankfurt (2020) bzw. dem Nationalen Konsortium der SUB Göttingen (2020) in Kooperation mit dem DeGruyter-Verlag anzuschließen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

OA2020-DE veröffentlicht Forschungsbericht zum Mittelbedarf für Open Access


OA2020-DE veröffentlicht Transformationsrechnung zur Bestimmung des Mittelbedarfs für Open Access an ausgewählten deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen

Die Transformation subskriptionsbasierter, wissenschaftlicher Fachzeitschriften in den Open Access wird aller Voraussicht nach Änderungen in der finanziellen Belastung wissenschaftlicher Einrichtungen in Deutschland nach sich ziehen. APCs sind im Bereich der international sichtbaren und in einschlägigen bibliographischen Datenbanken indexierten Open-Access-Zeitschriften das derzeit dominierende Geschäftsmodell. Wenn sich dieses Geschäftsmodell durchsetzt, kommt es zu einer Umverteilung von Ausgaben für Fachzeitschriften. Um auf die Open-Access-Transformation adäquat im eigenen Hause zu reagieren und diese aktiv mitzugestalten, sind gesicherte Abschätzungen zu finanziellen Ent- bzw. Belastungen im Hinblick auf die zu erwartenden institutionellen APC-Gesamtausgaben der eigenen Einrichtungen nötig. An dieser Stelle setzt der vorliegende Bericht an.

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Leitfaden Open-Access-Publikationsfonds - Einrichtung und Förderbedingungen


2019 Open Access Week Theme

Im Rahmen der diesjährigen Internationalen Open-Access-Woche möchten wir auf eine Publikation des Österreichischen Open-Access-Projektes AT2OA verweisen: Der Leitfaden "Open-Access-Publikationsfonds. Einrichtung und Förderbedingungen" wurde für die Gestaltung der Förderrichtlinien von Open-Access-Publikationsfonds konzipiert. Das Dokument soll insbesondere jenen Institutionen als Hilfsmittel dienen, die erstmals einen Open-Access-Publikationsfonds einrichten. Darüber hinaus möchte es auch Anstoß zur kritischen Durchsicht der Förderbedingungen bereits bestehender Publikationsfonds geben.

Passend zum diesjährigen Thema "Open for Whom? Equity in Open Knowledge" gibt das Papier einen Impuls zur Vereinheitlichung der Förderbedingungen verschiedener Einrichtungen. Eine solche Vereinheitlichung zielt darauf ab, klare Rahmenbedingungen für Wissenschaftler_innen zu schaffen, die Kosteneffizienz zu steigern und gegenüber Verlagen einheitliche Standards kommunizieren zu können.

Der Leitfaden steht unter https://doi.org/10.5281/zenodo.2653724 allen Interessierten zur Verfügung.

Mehr als die Hälfte geschafft! 19 Pledges für die zweite Runde der OPEN Library Politikwissenschaft


Auch die zweite Runde der OPEN Library Politikwissenschaft ist auf einem guten Weg, ein voller Erfolg zu werden!

Seit dem 14. Oktober liegen 17 Voll- und 2 Sponsoring Light-Pledges für die zweite Runde der transcript OPEN Library Politikwissenschaft 2020 vor. Damit ist zum einen mehr als die Hälfte der Mindestteilnehmer_innen erreicht und zum anderen verdeutlicht der Zuspruch weiterhin ein hohes Interesse an transparenten und validen Modellen zur Open-Access-Transformation gerade auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Daher freuen wir uns sehr über Teilnahme der folgenden wissenschaftlichen Bibliotheken:

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OA2020-DE veröffentlicht Forschungsbericht zum Publikationsaufkommen an deutschen Wissenschaftseinrichtungen


OA2020-DE-Forschungsbericht zum Publikationsaufkommen und zur Verteilung wissenschaftlicher Artikel im Kontext der Open-Access-Transformation an deutschen Wissenschaftseinrichtungen veröffentlicht

Mit der Open-Access-Transformation wird die Umstellung des Standard-Geschäftsmodells für wissenschaftliche Verlage von Subskription auf das Open-Access-Publizieren angestrebt. Damit verbunden sind Änderungen in den Geschäftsprozessen und der Abrechnungslogik, in deren Zentrum zukünftig die einzelne Publikation steht. Der DEAL-Vertrag mit Wiley ist dabei ein erster Schritt, dem weitere folgen werden (siehe das DEAL-Springer-MoU). Natürlich werden Belastungen und Entlastungen, die sich aus diesem neuen Berechnungsmodell ergeben, ungleich und vor allem anders verteilt sein als im bisherigen Subskriptionsmodell und daraus werden sich Anforderungen an eine finanzielle und strukturelle Neuorganisation an den einzelnen Wissenschaftseinrichtungen ergeben. Wissenschaftliche Einrichtungen darin zu unterstützen, ist eine Aufgabe des Projekts „Nationaler Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE“, in dessen Rahmen der hier vorgestellte Bericht erstellt wurde.

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